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Amberger Trinkwasserpreis (netto) seit August 2000 unverändert – Jahresgrundpreis-Erhöhung ab 1. November 2021 - Verbrauchspreis pro Kubikmeter-Trinkwasser bleibt gleich

Für die Stadtwerke Amberg als 100%iges Tochterunternehmen der Stadt Amberg ist eine sichere Trinkwasserversorgung ein zentraler Aspekt der Daseinsvorsorge. Sie betreiben seit vielen Jahren eine vorsorgende Trinkwasserbewirtschaftung zum Grundwasserschutz und sorgen für einwandfreies Trinkwasser höchster Qualität, zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Davon profitieren die Amberger Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen in Amberg, seit Jahrzehnten.

Im Wasserversorgungsgebiet der Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH ist der Trinkwasserpreis (netto) seit dem Jahr 2000 und damit über 20 Jahre lang stabil geblieben. In den vergangenen Jahrzehnten sind aber auch die Kosten für Personal, Material und Bauleistungen angestiegen.

Weiterhin sind in den letzten Jahren umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur zur Trinkwasserversorgung durch die Stadtwerke Amberg erfolgt bzw. sind geplant. Beispielsweise:

  • Sanierung Hochbehälter
  • Sanierung Wasserwerk Engelsdorf
  • Ausbau Ringleitung
  • Erschließung von Neubaugebieten
  • Erneuerung Wasserleitung Wassergewinnungsgebiet „Urspring“
  • Neubau Brunnen VIII

Um die bisherige sehr gute und qualitativ hochwertige Versorgung mit unserem Lebensmittel Nummer eins auch zukünftig sicherstellen zu können, ist – nach über 20 Jahren – nun eine moderate Anhebung des Jahresgrundpreises ab dem 1. November 2021 erforderlich. Der Jahresgrundpreis errechnet sich anhand der Nenngröße des Trinkwasserzählers.

Für den am häufigsten eingesetzten Standardwasserzähler (Qn 2,5) im Netzgebiet der Stadtwerke Amberg beträgt die monatliche Preiserhöhung etwas mehr als 1,00 €.

Exakt:

Damit beträgt der Mehrpreis pro Jahr 12,84 € (brutto), was einem Jahresgrundpreis von 36,34 € (brutto) ab dem 1. November 2021 entspricht. Die Jahresgrundpreise der anderen Zählergrößen verändern sich ebenfalls proportional.

Der Verbrauchspreis für einen Kubikmeter Wasser (1.000 Liter) bleibt mit 1,43 €/m3 (brutto) – auch nach 20 Jahren – jedoch weiterhin unverändert.

„Hohe technische Standards zum Schutz des wichtigen Lebensmittels, langfriste Sicherheit der Versorgung mit hoher Trinkwasserqualität und ein sorgsamer Umgang mit den Trinkwasser-Ressourcen bei wirtschaftlicher Effizienz, dies alles ist uns sehr wichtig. Deshalb sind regelmäßige Investitionen in die entsprechende Infrastruktur unerlässlich, müssen aber auch refinanziert werden. Erinnern möchte ich auch an unsere vorsorgenden Notfall-Übungen in den Jahren 2014 und 2018, bei dem die Stadtwerke Amberg auch unter den angenommenen Rahmenbedingungen eines großflächigen „Blackouts“ die Trinkwasserversorgung sicherstellen können. Weiterhin arbeiten wir seit vielen Jahren auch mit den Schulen, beispielsweise mit einer Besichtigung des Wasserwerks, zusammen“, um jungen Menschen den immensen Stellenwert von Trinkwasser zu vermitteln, so der Stadtwerke Amberg - Geschäftsführer Prof. Dr. Stephan Prechtl.

Die Fakten:

Wasserleitungslängen:

einschließlich Hausanschlüsse ca. 420 km

Trinkwasserqualität:

Nach der Trinkwasserverordnung wird das Amberger Trinkwasser routinemäßig durchschnittlich ca. alle 9 Tage, insbesondere auf mikrobiologische Verunreinigungen und sechs Mal pro Jahr auf schädliche Wasserinhaltsstoffe hin untersucht. Dabei liegen sämtliche Werte weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte.

Unser Trinkwasser ist für den menschlichen Gebrauch in allen Bereichen (als Lebensmittel zum Trinken und Kochen oder in der Körperpflege zum Duschen und Baden usw.) vorzüglich geeignet. Es enthält wenig Kalk, ist sehr weich und in den Härtebereich 1 einzustufen. Deshalb sind, Kalkablagerungen in Trinkwasser-Gebrauchsgegenständen wie Kochtöpfe, Kaffeemaschinen oder auch an Duschtüren usw., die meistens zu Probleme führen können sehr gering und beim Wäschewaschen ist aus gleichem Grunde („weiches Wasser“) weniger Waschmittel erforderlich.

Die Trinkwasseranalyse kann im Internet auf der Homepage der Stadtwerke www.stadtwerke-amberg.de eingesehen werden.

Trinkwasserverbrauch:

Der Wasserverbrauch in Amberg liegt in der Regel im Bereich von circa 8.000 bis 12.000 m³ pro Tag. Dies entspricht ungefähr dem zehnfachen Volumen des Schwimmerbeckens im Hockermühlbad

Trinkwassergewinnung:

In Amberg gibt es zwei verschiedene Trinkwasservorkommen: Grundwasser aus dem Bereich zwischen Engelsdorf und Paulsdorf und Quellwasser aus dem Urspringer Wald. Beide haben nahezu den gleichen Härtebereich: weich.

Etwa zweidrittel des Trinkwassers wird aus mehreren Tiefbrunnen, aus einer Tiefe von bis zu 140 m, aus dem sehr großen Grundwasserbereich der "Bodenwöhrer Senke" gewonnen. Diese enthält eines der bedeutendsten Grundwasservorkommen in der Oberpfalz. Sie erstreckt sich von Südosten nach Nordwesten in einer Länge von 55 Kilometern und einer Breite von fünf Kilometern. Die Grundwasserleiter sind Sandsteine, die vor 85 bis 95 Millionen Jahren abgelagert wurden. Die Grundwasserneubildung erfolgt hauptsächlich in den vegetationsarmen Herbst und Wintermonaten und wird messtechnisch überwacht.

Wasser ist wohl die wertvollste Ressource auf unserem Planeten - im Großen wie im Kleinen: Große Teile unseres Körpers bestehen aus Wasser, gleichzeitig bedeckt Wasser zwei Drittel der Erde, wobei nur ein sehr geringer Teil als Trinkwasser nutzbar ist. Leben auf der Erde ohne Wasser ist unmöglich.

BILD 1: Bohrung Brunnen - Freihoelser Senke (Fotonachweis: Karoline Gajeck-Scheuck)

BILD 2: Wasserwerk Engelsdorf (Fotonachweis: Georg Birner)

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